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Terracotta with the remains of slip-glaze. Greece, 4th - 6th century (TL-tested)
A particularly ?classic“ figurine of a nymph, with wavy hair and fine facial features. From the property of a German royal house TL-tested by the research laboratory of the Institute of Conservation Science, University of Vienna TANAGRA: ?Tanagra“ are small, antique figurines which replicate female beings in a standing or seated position. They are named after the Greek city of Tanagra in Boeotia. These very appropriately and femininely delicately shaped figurines are made from terracotta and are sized between 15 to 35 cm. They were grave goods and considered as lucky charms, certainly from an erotic perspective as well. They were discovered for the first time in 1874 - by a farmer during ploughing - and were assumedly acquired in the collection at this time. One of the figurines was age measured by the University of Vienna, Institute for Conservation Science at the Academy for Applied Art using TL dating. The average time value was given as the 2nd-4th century
HEIGHT 18 CM
Diese Statuette, die insgesamt ?klassischer“ wirkt, zeigt sich in sehr feiner Anmut sinnlich-erotisch. An eine S?ule angelehnt, ein Fu? vorgestellt, bis unter den Bauch ist der Oberk?rper nackt. Ein Arm ist erhoben und fa?t an ein Tuch, das beidseitig vom Kopf f?llt und eine Art ovale Nische bildet. Wehendes Haar, feine Gesichtszüge. TL-getestet vom Institut für Konservierungswissenschaft der Universit?t Wien. TANAGRA: ?Tanagra“ sind kleinere antike Statuetten, die weibliche Wesen in stehender oder sitzender Haltung wiedergeben. Benannt sind sie nach der griechischen Stadt Tanagra in B?otien. Diese sehr ansprechend und feminin feingliedrig geformten Figurinen sind aus Terrakotta und haben Gr??en von 15 bis 35 cm. Sie waren Grabbeigaben und galten als Glücksbringer, sicher auch in erotischer Hinsicht. Man darf B?otien nicht in direktem Zusammenhang zu Athen sehen, weil der ?B?otische Bund“ eigenst?ndig war und beispielsweise zur Zeit der Perserkriege gegen Athen auftrat, ebenso im Peloponnesischen Krieg. Tanagra (u.a. damals bekannt für gute Weine) war eine von 7 St?dten B?otiens, zu denen auch Theben z?hlte. Die frühesten ?Tanagra“ (Terrakotten) sind ab dem 4. Jh. ante bekannt und waren ursprünglich farbig bemalt. Diese unverkennbar eigenartigen Statuetten wurden erst 1874 - von einem Bauern beim Pflügen – entdeckt. Arch?ologen und Sammler sind damals schnell begeistert gewesen und die ?Tanagra-Figuren“ rückten diese vergessene antike Region von Neuem ins kulturhistorische Interesse, ja Tanagra wurde erst dadurch sogar berühmt. Begeistert gewesen ist auch kein Geringerer als der Dichter Rainer Maria Rilke. Er widmete den feinen Statuetten 1906 ein ganzes Gedicht mit dem Titel ?Tanagra“. Der Beginn und das Ende seien hier wiedergegeben: Ein wenig gebrannter Erde, wie von gro?er Sonne gebrannt. Als w?re die Geb?rde einer M?dchenhand auf einmal nicht mehr vergangen ... Wir k?nnen fast verstehen weshalb sie nicht vergehen - aber wir sollen nur tiefer und wunderbarer h?ngen an dem was war und l?cheln ... Obwohl alle diese ?Tanagra“ aus einer absolut seri?sen Sammlung sind, lie?en wir zur Sicherheit eine Statuette von der Universit?t Wien, Institut für Konservierungswissenschaft an der Akademie für Angewandte Kunst, im TL-Verfahren prüfen. Das Resultat war positiv und hat im Mittelwert die Zeit des 2.-4. Jh. ergeben, das tats?chliche Alter kann durchaus h?her sein. Das Me?ergebnis zeigt nur verl??lich, da? es sich um keine Kopie aus neuerer Zeit handelt. Jedoch ist Tanagra bis in das 6. Jh. eine blühende Stadt und Region gewesen. Bei ?arch?ologischen“ Funden ist es selbstverst?ndlich, da? Bruchstellen und zusammengesetzte Teile sein k?nnen (siehe in Museen!). Einige Statuetten sind hohl und haben rückseitig eine Brand?ffnung, andere sind voll. KUNSTOBJEKTE AUS KLEINASIEN AB DEM NEOLITHIKUM: Alle folgenden Nummern 45 bis 116 stammen aus einer Sammlung, deren Besitzer ein hochrangiges Mitglied aus einem der ?ltesten deutschen Fürstenh?user ist. Sie wurden - laut Angabe - von dem namhaften türkischen Wissenschafter Ekrem Akurgal, der als einer der Gründungsv?ter der Arch?ologie in der modernen Türkei gilt, gesehen und auf deren Authentizit?t geprüft. Der in Berlin ausgebildete Ekrem Akurgal war ab 1941 an der Universit?t in Ankara t?tig und Autor wichtiger Fachwerke über die Hethiter, beispielsweise ?Die Kunst der Hethiter“ (Hirmer, 1961), ?Die Kunst Anatoliens“ (Gruyter, 1961) oder das im Holle Verlag erschienene Buch ?Orient und Okzident“. Er ist im Jahr 2002 verstorben. Derart frühe Kunstobjekte aus dem alten Orient sind im Kunsthandel h?chst selten zu finden und wir bieten Ihnen mit dieser Sammlung eine besondere Rarit?t. Diese Objekte kamen teilweise im sp?ten 19. Jh. bis frühes 20. Jh. nach Europa im Zuge der damals üblichen finanziellen Unterstützungen arch?ologischer Grabungen in Kleinasien seitens deutscher Fürstenh?user. Welche besondere Wertsch?tzung (und damit auch F?rderung) die Arch?ologie in der Türkei seitens Deutschland – bis heute – erf?hrt, zeigt auch die Tatsache, da? Ekrem Akurgal Ehrenmitglied des Deutschen ?rch?ologischen Institutes war und bis heute deutsche Arch?ologen in der Türkei t?tig sind. Ein Teil der Sammlung wurde auch bei internationalen Auktionen, vor allem in den Zwischenkriegsjahren erworben.